☆☆ Abschlussbericht von Astrid Kruppa, achte Stipendiatin der Grünwald Stiftung ☆☆

Tuesday, der 27. January 2015 | Autor: GRUENWALD | Kategorie(n): Blog

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Koin ya no gotoshi ist ein japanisches Sprichwort und bedeutet: Die Zeit fliegt so schnell wie ein Pfeil. Und hier in Japan fliegt die Zeit besonders schnell. Das liegt sicher daran, dass ich mich in diesem einzigartigen und facettenreichen Land so wohl fühle, in dem jeder Tag neue Überraschungen sowie spannende und wertvolle Erlebnisse mit sich bringt.

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Begleitet wurde ich während des Aufenthalts stets von interessanten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und Politik und so konnte ich bei den unzähligen interessanten Veranstaltung viele neue Freundschaften knüpfen.
Denn genau durch diese Freunde und durch das unglaubliche Engagement und die hervorragende Organisation von Herrn und Frau Okamoto, ist dieser Aufenthalt erst zu etwas ganz einzigartigem und unvergesslichem geworden. Durch deren Offenheit und Gastfreundschaft konnte ich das echte Japan und nicht nur die touristischen Highlights entdecken.

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Geheimtipp: NAOSHIMA

Aber auch Themen, wie der schwache Yen, die Steuererhöhung, das immer älter werdende Japan und nicht zu vergessen das Tütenproblem und der daraus entstehende hohe Plastikverbrauch beschäftigten mich während meines Aufenthaltes.
Herr Okamoto hat mir dazu immer all meine Fragen sehr ehrlich beantwortet und mir dabei seine wertvollen Tipps und Erfahrungen anvertraut. Dabei habe ich sehr viel für mein eigenes Leben gelernt und kann nun diese Geschehnisse kritischer beurteilen und reflektieren.
Doch was mich am meisten in Japan beeindruckte ist, dass die bunte Mischung aus Moderne und Tradition oft nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen.

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So dröhnt aus den Pachinko-Hallen ohrenbetäubendes Geklapper, die Ampeln machen Vogelzwitscherlaute, es gibt auf die Sekunde genau funktionierende Transportsysteme und von den Hauswänden schallen überdimensionale Hight-tech Werbespots.

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Aber nicht weit davon entfernt gibt es unzählige Ruheoasen, Parks mit wunderschönen Tempelanlagen, die zum entspannen einladen und man dort die Natur mit ihren vier Jahreszeiten klar beobachten kann. Das besondere in Japan ist, dass wirklich immer und zu jeder Jahreszeit etwas blüht und mich so die Farbenpracht sogar im Winter immer wieder überwältigte.

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Aus diesem Grund möchte ich auch auf jeden Fall wieder nach Japan zurückkommen und im Frühling die Kirschblüte bestaunen. Jetzt sehe ich nur die kahlen Bäume mit ihren Knospen, die zu mir rufen: “Wir erwarten dich im Frühling in voller Pracht”
Doch auch meine neu gewonnenen Freunde möchte ich wieder sehen und gemeinsam weitere Teile Japans entdecken. Denn auch wenn drei Monate auf den ersten Blick recht lange erscheinen, um ein Land und Kultur zu entdeckten, für Japan sind Jahre nicht genug, mit all seinen versteckten Plätzen.

Ich bin zutiefst Dankbar für die wunderbaren Erfahrungen und für die unglaubliche Offenheit und Wertschätzung, die mir entgegengebracht wurde.
Ich kann nicht in Worte fassen, wie wertvoll und einzigartig die Zeit in Japan für mich war! Domo arigatou gozaimasu! Vielen herzlichen Dank!



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