☆☆☆Erster Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Tuesday, der 30. October 2018 | Autor: GRUENWALD | Kategorie(n): Blog

Im Rahmen der Grünwald Stiftung von Herr Okamoto und der Kooperation mit dem Rotary Club Grünwald bekomme ich als 16ter Stipendiat die einzigartige Möglichkeit die umfangreichen Facetten Japans kennen zu lernen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die diese besondere Erfahrung durch viel Engagement, Planung und Vertrauen für mich möglich gemacht haben.

Seit dem 23. September 2018 genieße ich ein umfangreiches Programm um die japanische Kultur kennen und verstehen zu lernen. Dies geschieht durch einen regelmäßigen Sprachkurs, Ausflüge in die Region, individuelle Unterrichtseinheiten von Herr Okamoto und dem intensiven Kontakt zu Einheimischen durch Stammtische, organisierte Treffen und Kooperationen.

Den ersten authentischen Eindruck der japanischen Kultur bekam ich beim Umsteigen in Tokio Haneda, einem der weltgrößten Flughäfen. Der Flughafen ist geprägt durch Ruhe, keinerlei Hektik, effizienten Abläufen, automatisierten Prozessen und hervorragendem Kundenservice.

Eine Stunde später wurde ich herzlich von Herr Okamoto in Osaka in Empfang genommen.

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Nachdem ich das zur Verfügung gestellte Apartment bezogen habe, ging es noch am selben Abend zu einem „Welcome Dinner“ bei welchen ich verschiedene, hervorragende, kleine Gerichte, wie das traditionelle Okonomiyaki, probieren konnte. Für mich als Fleischliebhaber hat das japanische Fleisch bereits am ersten Tag eine neue „Benchmark“ gesetzt.

Neben einigen organisatorischen Angelegenheiten, wie die Anmeldung bei der Sprachschule, war die erste Woche primär zur Orientierung in der Umgebung und dem kennenlerne von Leuten vorgesehen. Dazu gehörte ein Treffen mit dem Bürgermeister von Suita, Goto Keiji, sowie ein Termin mit dem Deutschen Generalkonsul Herr Dr. Köhler. Die jeweils sehr ausführlichen Gespräche über politische, wirtschaftliche und vor allem zukunftsrelevante Themen waren sehr interessant und zeigten auch die ausgeprägten Beziehungen zwischen Japan und Deutschland.

Termine wie diese zeigten mir früh, dass die von Herr Okamoto gegründete Grünwaldstiftung ein sehr hohes Ansehen in Osaka und der Umgebung genießt. Durch das inzwischen achtjährige bestehen hat sich die Stiftung zu einer Marke entwickelt, geprägt durch das Engagement von Herr Okamoto. Die über die Zeit erworbenen Erfahrungen spiegeln sich auch in meinem Aufenthalt wieder, da ich von Kooperationen, regelmäßigen Stammtischen und einem ausgeprägten Netzwerk an Freunden profitiere.

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In der ersten Woche hatte ich auch die Möglichkeit, Herr Okamoto zu dem 15-jährigen Geburtstag des Swiss Hotels in Osaka zu begleiten, sowie Osaka und Kyoto auf eigene Faust zu erkunden. Obwohl Osaka sowie auch Kyoto riesige Städte sind, fällt es aufgrund des effizienten und der übersichtlichen Struktur der öffentlichen Verkehrsmittel nicht schwer sich zurecht zu finden. Die Städte sind sehr unterschiedlich. Während Osaka, nach Tokio, der Motor der japanischen Wirtschaft ist, und von hohen Gebäuden und Leuten im Anzug geprägt ist, so ist Kyoto aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds als ehemalige Hauptstadt von Kultur und Sehenswürdigkeiten geprägt.

Am Ende der ersten Woche findet traditionell eine Welcome Party statt. Dabei konnte ich ein herausragendes, japanisches 12 Gänge Menü genießen und spannende Gespräche mit Freunden von Herr Okamoto führen.

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Eine der vorher erwähnten Kooperationen besteht mit der Kyoto Präfektur Universität, welche ich jeweils Montag besuche um an einem akademischen Sprachtisch teil zu nehmen sowie sonntags, wo ich mit denselben Studenten einen Ausflug in Kyoto oder der Umgebung unternehme. Der erste Ausflug ging auf das traditionelle Otsu Fest in der Nähe von Kyoto. Die Studenten sind sehr motiviert und interessiert und haben unterschiedliche Hintergründe warum sie Deutsch lernen möchten.

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Ein weiteres Highlight der zweiten Woche in Japan war für mich die Besichtigung der Yamazaki Whiskey Destillerie, der ältesten und hochwertigsten Whiskey Produktion Japans.  Diese Tour spiegelte den kulturell bedingten hohen Anspruch an Service, Effizienz und Sauberkeit wieder. Grundsätzlich habe ich in den ersten Tagen festgestellt, dass die japanische Kultur viele Aspekte beinhaltet, die wir in Europa nicht kennen. Trotzdem teilen wir einige Werte und kulturelle Eigenschaften, was auch die funktionierende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit bestätigt.

Besonders gut gefällt mir bisher das abwechslungsreiche Abendprogramm, welches durch Einladungen zu Events, traditionellem Abendessen und Stammtischen geprägt ist. Dadurch komme ich schnell in Kontakt mit Einheimischen und kann dadurch die japanische Kultur direkt kennenlernen. Die bisher noch recht große Sprachbarriere wird überwunden, da viele Japaner mit Deutschkenntnissen dieselben Veranstaltungen besuchen. Grundsätzlich ist mein Anspruch, meine Japanisch Kenntnisse in den kommenden Wochen soweit zu verbessern, dass ich nicht mehr nur auf Deutsch angewiesen bin.

Ich bin gespannt auf die kommenden Wochen um weitere spannende Erfahrungen zu machen und mich mit der Kultur, der Sprache, der Geschichte und den Japanern auseinander zu setzen. Die ersten Eindrücke waren durchweg positiv und spannend. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Herr Okamoto und seiner Frau bedanken, die viel Zeit und Energie aufwenden um mich während des Aufenthalts zu begleiten.



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