☆☆☆Fünfter Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Um mir ein Bild über die Arbeitskultur, sowie Einblicke in ein internationales Unternehmen zu bekommen, verbrachte ich einige Tage bei Yanmar, einem globalem Maschinenbauunternehmen aus Osaka. Während spannenden Einführungsveranstaltungen in das Unternehmen, Besichtigungen der Fabriken und interessanten Diskussionen über Zukunftsthemen des Unternehmens konnte ich viel über die Arbeitswelt in Japan lernen. Mir ist aufgefallen, dass Gesten und Aktionen in Japan deutlich wichtiger sind als Worte. Gute zwischenmenschliche Beziehungen sind die Basis für Geschäftsbeziehungen und ein gutes Miteinander innerhalb des Unternehmens. Dies spiegelt sich
auch in der ausgeprägten Geschenk-Kultur wieder. In Deutschland spricht man oft von den sehr ausgedehnten Arbeitszeiten in Asien. Japan ist dabei keine Ausnahme, denn „9-5“ ist hier eher selten. Japaner haben deutlich mehr Ferien als die meisten erwarten würden. Besonders gesetzliche Feiertage ermöglichen Japaner einen ähnlichen Urlaubsumfang wie in Deutschland. Trotzdem ist es in Japan unüblich länger als eine Woche am Stück in den Urlaub zu gehen. Dies war für mich eher unverständlich, weshalb ich wissen wollte wie es dazu kommt. Der primäre Unterschied zur Kultur in Deutschland ist, dass Japan durch das Kollektiv geprägt ist (Hofstede) während Deutschland ein Land
mit hohem Individualismus ist. Dementsprechend hat eine langer Urlaub am Stück negative Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung der Kollegen, was es zu vermeiden gilt. Diese Überlegung scheint mir in Deutschland eher zweitrangig zu sein.

Der Suita Rotact Club stellt für mich eine großartige Möglichkeit dar, mit den Einheimischen in meinem Alter in Kontakt zu treten. Während meinen bisherigen acht Wochen in Japan stellte ich oft fest, dass Europäer immer noch etwas Besonderes in Japan sind und vor allem ältere Generationen anderen Kulturen und Touristen gegenüber eher verschlossen und abweisend auftreten. Herr Okamoto ist ganz anders, was wohl auch an seinem langjährigen Aufenthalt im Ausland liegt. Seine Stiftung trägt einen großen Teil dazu bei, Japaner mit anderen Kulturen in Kontakt kommen zu lassen. Besonders die Leute von Rotact fragen mir Löcher in den Bauch, sind sehr aufgeschlossen und haben Interesse am
kulturellen Austausch. Ein möglicher Grund warum ältere Generationen Ausländern gegenüber verschlossener Auftreten könnte sein, dass Japan als Insel grundsätzlich nicht in direkten Kontakt mit anderen Kulturen kommt, anders als wir in Deutschland, wo die Wege zu umliegenden Ländern kurz sind. Zusätzlich waren Flüge früher deutlich teurer und das Reisen beschwerlicher, wodurch andere kulturelle Erfahrungen schwieriger zu erlangen waren. Die Mitglieder von Rotact jedenfalls haben eine andere Einstellung zu neuen Kulturen, da sie in einer globalisierten und verknüpften Welt aufgewachsen sind. Jedoch sieht man den Einfluss der Eltern sowie der Politik des Landes, da nahezu
keiner der gleichalten Mitglieder Englisch spricht.

In der gesamten Kansai Region gibt es nur einen einzigen Weihnachtsmarkt, was selbstverständlich an der religiösen Prägung Japans liegt. Wie sich herausstellte war es ein Deutscher Weihnachtsmarkt, weshalb ich zusammen mit meinen japanischen und deutschen Freunden einen Abend dort verbrachten. Bei teurem Glühwein, Gebäck, deutscher Bratwurst und Baumkuchen verbrachten wir einen netten und vorweihnachtlichen Abend. Obwohl Weihnachten im Buddhismus nicht von Bedeutung ist, erzählten mir meine japanischen Freunde, dass Weihnachten seit Jahren an Beliebtheit zunimmt. Dieser Trend lässt sich auch Im Stadtbild erkenne, da viele Lichterketten aufgehängt werden,
Kaufhäuser weihnachtlich dekorieren, Eislaufflächen aufgebaut werden und weihnachtliche Musik gespielt wird. Der Unterschied ist, dass Weihnachten in Japan primär vom Handel eingeführt wurde,
um den Umsatz zu steigern. Zeit für die Familie, gutes Essen und Besinnlichkeit wird in Japan eher an Neujahr gefeiert, wo im Gegensatz zu unser Kultur kaum Feuerwerk zu sehen ist. Trotzdem kommt der deutsche Weihnachtsmarkt bei den Einheimischen sehr gut an und hat viele Besucher. Schön zu beobachten ist die Verschmelzung der europäischen und der japanischen Kultur bei Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt. Anders als in Deutschland holt sich nicht jeder sein eigenes Essen, sondern jeder geht zu einem anderen Stand und am Ende wird alles geteilt. Diese Einstellung beim Essen möchte ich auch in Deutschland beibehalten, da es einem die Möglichkeit gibt viel mehr zu probieren
und gleichzeitig ein großartiges Symbol der Gemeinschaftlichkeit ist.

Japanisches Porzellan hat mir bereits vor meiner Zeit in Japan sehr gut gefallen. Die unterschiedliche Wahrnehmung von Ästhetik empfinde ich als spannend und schön. Dabei geht es weniger um das fehlerfreie Produkt, beziehungsweise klare und saubere Linienführung oder Kanten, sondern mehr um das „perfekte, unperfekte“. Dazu kommen Formen und Farben bei alltäglichen Gebrauchsgegenständen, die ich vor Japan nicht kannte und als sehr interessant empfunden habe. Um ein besseres Verständnis für die Produkte zu bekommen ging ich zusammen mit zwei Studentinnen aus Kyoto zu einer Töpferei wo wir neben einigen Erklärungen auch zwei Gegenstände selbst töpfern durften. Da es mein erste Erfahrung in einer Töpferei war, kam es mir sehr entgegen, dass nicht alles perfekt sein muss. Wir hatten sehr viel Spaß und bekamen viele Hintergründe und Einblicke in die traditionelle Herstellung von japanischem Porzellan. Dabei wurde mir auch nochmal die Bedeutung der Jahreszeiten in Japan verdeutlicht. Die japanische Kultur ist sehr eng mit der Umwelt verbunden, weshalb die einzelnen Jahreszeiten viel Einfluss im Alltag aufweisen, so auch beim Gebrauch des entsprechend verzierten Geschirrs. Im Widerspruch dazu verstehe ich nicht, wieso Japan so viel Plastikmüll produziert. Von allen Ländern, die ich bisher bereist habe, ist Japan im Hinblick auf Plastik am umweltunfreundlichsten. In Supermärkten ist quasi alles mehrfach in Plastik eingepackt, oft nur für optische Zwecke. So kann es sein, dass Erdbeeren einzeln in Plastik eingepackt sind. Von einem entwickelten Land wie Japan erwarte ich entsprechend mehr Rücksicht auf die Natur, auch wen dafür eventuell kulturelle Errungenschaften, wie die ausgeprägte Geschenkkultur, auf Plastiktüten oder zusätzliche Verzierungen verzichten müssen.

Inzwischen beginnt auch schon die Zeit des Abschiednehmens, weshalb Familie Ikawa nochmal ein ausgiebiges Abendessen organisiert hat. Beim traditionellen Sukiyaki, Bier, Sake und natürlich vielen selbergemachten Speisen hatten wir einen tollen Abend zusammen. Frau und Herr Ikawa sind großartige Köche und ich habe mich sehr gefreut Informationen über die Herstellung einiger Gerichte erfahren zu können. Kobe hat mir sehr gut gefallen und Familie Ikawa hat sehr viel Zeit und Engagement darin investiert mir die Umgebung zu zeigen. Ich hoffe, mich bei Gelegenheit in München revangieren zu können.

Für drei Tage fuhr ich mit Herr Okamoto, seiner Frau und Frau Moriyama nach Toyama (To = viele; Yama = Berge), die Heimat von Frau Okamoto. Es war das erste Mal, dass ich fernab von großen Städten und Menschenmassen während meines Japanaufenthalts war. Die ländliche Seite Japans hat mich sehr beeindruckt. Hohe Berge, Herbstlaub, Meer und Flüsse die sich durch die Landschaft ziehen. Die Unterschiede zum Stadtleben waren vor allem der gemütlichere Alltag, die Verbundenheit der Menschen zur Natur und die kaum vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel (Trotz Städten mit bis zu 600.000 Einwohnern). Die Naturverbundenheit und die Liebe zum Meer zeigt sich auch durch die in
der Region bekannte Krabbe (Kani). Da diese Delikatesse nur saisonal verfügbar ist, kann so eine Krabbe in Ausnahmefällen auch mal 400.000 Yen (ungefähr 3000€) kosten. Trotzdem gönnen sich die Einheimischen diesen Luxus und teilen das Krabbenfleisch mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden. Diese Geste der Dankbarkeit hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und zeigt einmal mehr, dass es in Japan um die Gemeinschaft und das Kollektiv geht, nicht um das Individuum. Ich habe hier in Japan gelernt, den in Deutschland sehr ausgeprägten Egoismus aus einem anderen Perspektive zu sehen und teilweise kritisch zu hinterfragen. Während des dreitägigen Ausflugs konnte ich die alte Stadt Shirakawa besichtigen, Kanazawa mit dem beeindruckendem Schloss entdecken, Berggipfel erklimmen und wurde kulinarisch sehr verwöhnt.



☆☆☆Vierter Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Ähnlich wie in Deutschland, scheint Bier eines der beliebtesten Getränke der Japaner zu sein. Da ich aus meinem Fenster direkt auf eine der Brauereien von Asahi schaue, dem größten Bierproduzenten Japans, beschloss ich eine Führung zu machen. Japan ist ein Land mit hohen
Ansprüchen, weshalb Asahi extra Experten aus Deutschland eingeflogen hat um die Möglichkeiten, sowie die Qualität der Zutaten zu überprüfen. Ähnlich wie in vielen alltäglichen Aspekten, sind die Anlagen von Asahi durch Effizienz, Sauberkeit und modernster Technologie geprägt. Begleitet wurde ich von Chinami, mit der ich anschließend noch leckeres Sushi essen ging, sowie viele Stunden im Expo Park aus 1970 verbrachte. Die Anlage des Parks ist riesig, großartig erhalten und besonders der Japanische Garten dort ist sehenswert.

In Kooperation mit dem Goethe Institut Osaka Verbrachte ich einen Tag als Schauspieler für die jährlich erscheinenden Werbevideos. Während des Drehtages konnte ich viele neue Leutekennen lernen und Freundschaften knüpfen. Außerdem wurde mir klar, dass Fremdsprachen lernen in Japan nicht selbstverständlich ist und es viel politisches und unternehmerisches Engagement benötigt um die Vorteile von Sprachen zu verdeutlichen. Zusätzlich konnte ich viel über die Arbeitswelt in Japan lernen und den damit verbundenen Urlaubsansprüchen. Diese vorherrschenden Strukturen haben spürbare Auswirkungen auf das Reise Verhalten der Japaner sowie deren Einstellung gegenüber anderen Nationalitäten.

Wenn man sich bei den Einheimischen umhört, so wird der Herbst von den meisten als die schönste Jahreszeit hervorgehoben, noch vor der Kirschblüte. Um mich davon selbst zu überzeugen habe ich mich an drei aufeinanderfolgenden Tagen nach Kyoto begeben um dort in den unzähligen Gärten die verfärbten Blätter anzuschauen. Auch wenn noch nicht alle Blätter soweit sind, ist es wirklich beeindruckend, welche Farbenpracht hier in Japan entsteht. Tatsächlich verfärben sich die Blätter ganz anders als in Deutschland, was zum einen an den anderen Temperaturen liegt, aber auch an den lokalen Baumarten. Am schönsten leuchtet der rote Ahorn im Sonnenlicht. Besonders gut hat mir während dieser Tage Daiho-ji, Kodai-ji, der Kaiserpalast, Heian-Schrein und der silberne Tempel gefallen. Deutlich spürbar ist auch die
erhöhte Anzahl an Touristen in den Städten, welche sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchten. Viele Japaner empfinden dies als störend, da einige Sehenswürdigkeiten nur mit Einlasskontrolle und Voranmeldung eine Besichtigung ermöglichen, wodurch speziell die
einheimischen einen Nachteil haben. Mir ist auch aufgefallen, dass im Herbst besonders viele Japaner ihre Traditionen ausleben und zu gemeinsamen Abenden einladen.


Ein besonderes Erlebnis für mich war die Einladung von Herr Okamoto und seiner Frau zu einem Abendessen mit dem aktuellen Generalkonsul Dr. Köhler und Herr Shinyo, einem ehemaligen Botschafter, welche in Begleitung Ihrer Frauen waren. An diesem Abend konnte ich viel über die politische Lage in Japan, die Bedeutung Deutschlands für Europa und die Weltwirtschaft, sowie über Zukunftsthemen lernen. Zudem freute ich mich über das Interesse der Gäste an meinem Lebensweg, meinen Ziele und spannenden Anregungen zu meinem kommenden Berufseinstieg. Im Anschluss an das mehrgängige Abendessen gab es eine traditionelle Teezeremonie, bei welcher ich viel über die japanische Kultur erfahren konnte sowie einzelne Verhaltensweisen reflektieren und im Alltag wiederfinden konnte. Auch die Tee-Zeremonie ansich, bei der abwechselnd sehr süße Snacks gegessen werden und anschließend der bittere Matcha Tee getrunken wird, bestätigten mir meine Meinung über Japan als Land der Gegensätze.

Zusammen mit Frau Wada, Alexander und Ulrich unternahm ich einen Tagesausflug in das geschichtsträchtige Bergdorf Koyasan. Gemeinsam erkundeten wir die beeindruckenden Friedhöfe, Tempel und Museen. Besonders interessant waren die „Firmengräber“ wo Angestellte entsprechend der Firmenzugehörigkeit beerdigt wurden. Dies geht auf die Loyalität der Japaner zurück, da es nicht unüblich ist, sein ganzes Leben im selben Unternehmen zu verbringen. Frau Wada als Reisebegleitung gab uns viel Hintergrundinformation und ermöglichte somit einen lehrreichen Tagesausflug. Am darauffolgenden Tag bekam ich die Möglichkeit mit einer Gruppe von sieben Japanern Mount Rokko, nahe Kobe, zu besteigen. Während des mehrstündigen Aufstiegs konnte ich interessante Einblicke in das Japanische leben bekommen und mich überspannende Themen austauschen. Besonders interessant fand ich, dass bei traditionellen Hochzeiten jeder Gast einen „Eintritt“ zahlt um so die kosten der Hochzeit zu unterstützen. Im Anschluss an die Wanderung besuchten wir die nahegelegene Onsen Stadt Arima, welche zu den ältesten, natürlichen heißen Quellen Japans gehört. Onsen ist ein traditioneller und bedeutender Aspekt der japanischen Kultur, da es zum einen die Verbindung zur Entstehungsgeschichte der japanischen Landmasse darstellt und zum anderen die japanische Kultur seit Jahrzehnten
prägt. Der Tagesausflug wurde durch ein hervorragendes Abendessen bei Frau Ikawa in Kobe beendet. Wir waren eine großartige Gruppe, hatten unglaublich viel Spaß und haben den Tag intensiv genutzt um viel über die jeweils andere Kultur zu erfahren.

Im Rahmen der Kooperation mit der Universität in Kyoto konnte ich am Sonntag nochmal an einer traditionellen Tee-Zeremonie teilnehmen. Der streng vorgegebene Ablauf bedarf Jahre des Trainings und viel Disziplin. Seit mehreren Jahrzehnten lehrt und praktiziert die Mutter von Professor Aoji dieses Ritual, weshalb Sie jeden Schritt fehlerfrei beherrscht. Anders als bei Herr Okamoto zuhause saßen wir im traditionellen „Seiza“, was für mich als Europäer durchaus schmerzhaft war. Trotzdem war es erneut ein tolles Erlebnis an diesem besonderen
Event teilnehmen zu dürfen und die japanische Kultur hautnah mit zu erleben. Das Ritual zeigt erneut die Genauigkeit, Disziplin und Integration von Traditionen in den Alltag. Anschließend genossen wir in einer netten Runde ein hervorragendes Abendessen mit vielen typisch
japanischen Speisen. Ich schätze es sehr, so nah am japanischen Alltag dabei sein zu können um möglichst viele Einflüsse und Eindrücke aus erster Hand zu erfahren. Grundsätzlich empfinde ich Japaner als sehr gastfreundlich und mit einem ausgeprägtem Interesse andere Nationen an ihrer Kultur teil haben zu lassen.

☆☆☆Dritter Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Meine fünfte Woche begann mit einem Symposium an Herr Okamoto‘s ehemaliger Universität in Kyoto. Studenten, Professoren und Interessierte diskutierten angeregt wie man den Deutsch-Japanischen Austausch und das gegenseitige Interesse verbessern kann. Der Ausflug mit den Studenten der KPU in dieser Woche ging auf das bekannte Stadtfest „Jidai Matsuri“ in Kyoto. Das „Alte Zeit“ Fest stellt verschiedenen geschichtliche Ereignisse Japans dar wodurch mit besonders die verschiedenen Regierungsepochen verdeutlich wurden.

Sportlich ging es dieses Mal an die frische Luft wo ich mit einigen japanischen Freunden Tennis spielte. Es hat viel Spaß gemacht und zeigt deutlich wie warmherzig man ich in Japan aufgenommen wurde. Bereits eine Woche später spielenten wir erneut, diesmal in Begleitung einer Australierin, die ich in der Sprachschule kennenlernt habe. Außerdem konnte ich mit Herr Okamoto das Klavierkonzert von Frau Moriyama besuchen. Beeindrucken wie Sie mit ihrer Partnerin den Nachmittag musikalisch gestaltet hat.

Da ich nach meinem ersten Besuch in Kobe schon sehr von der Stadt angetan war, habe ich kurzerhand beschlossen nochmal dort hin zu fahren. Bereits sehr früh genoss ich die Ruhe am Hafen, den sensationellen Ausblick vom obersten Stock des Rathauses sowie die Innenstadt. Gestärkt durch ein „Gyudon“ mit dünnen Kobe Beef scheiben ging es auf den Hausberg der Stadt mit tollem Blick, angelegten Kräutergärten und Liegestühlen. Auf dem Rückweg besuchte ich Koji Matsuda in seiner Weinhandlung, welchen ich am Deutschen Weinabend kennengelernt habe. Eine Weinprobe durfte natürlich nicht fehlen. Abends nutzte ich die einzigartige Möglichkeit in Kobe, Kobe Fleisch zu probieren. Ein wahrer Genuss und garantiert ein unvergessliches Erlebnis.

Im Rahmen der Stipendiums Planung haben Herr Okamoto und ich uns zusammengesetzt du meine Reisezeiträume gemeinsam definiert. Entsprechend habe ich die ersten organisatorischen Aufgaben erledigt und potenzielle Ziele mit Herr Okamoto abgestimmt. Auch wenn es noch ein bisschen dauert, freue ich mich bereits sehr, Japan auch außerhalb der Kansai Region kennen zu lernen.

Mit dem Rotary-Club Suita konnte ich, zusammen mit Frau Moriyama, einen Tagesausflug in den Westen Osakas machen. Früh morgens besuchten wir eine Sake Brauerei mit anschließender Probe, gefolgt von einem traditionellen und beeindruckendem Mittagessen in einem klassisch, japanischem Haus. Auf dem Boden sitzend wurde an einer Feierstelle diverses Fleisch, Fisch, Gemüse und vieles mehr gegrillt. Im Anschluss besuchten wir eine Töpferei, in welcher wir unsere individuelle Tasse gestalten durften. Bevor es wieder Richtung Heimat ging
hatten wir noch die Möglichkeit einen Onsen, die natürlichen heißen Quellen Japans, zu besuchen. Direkt im Anschluss verbrachte in den Abend mit Mitgliedern des Rotaract Clubs in einem „Japanese BBQ“ Restaurant. Ein wirklich gelungener Sonntag!

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Osaka stand eine Probe für die zeitnah zu drehenden Werbefilme auf dem Programm. Wir hatten einen großartigen

Vormittag und ich bin gespannt wie der eigentliche Drehtag verläuft. Außerdem machte ich mit Herr Okamoto einen schönen Ausflug zum Himeji-Schloss, welches sehr sehenswert ist. Von dort ging es für mich mit dem Shinkansen nach Kyoto um, im Rahmen eines Symposiums, in der Uni meine Zusammenarbeit mit den Studenten zu präsentieren.

☆☆☆Zweiter Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Die dritte Woche in Japan startete mit einem Ausflug ins nahe gelegene Nara. In Deutschland ist die Stadt primär wegen des freilaufenden Sikawildes bekannt, welches sich füttern und anfassen lässt. Gelegentlich kann man auch beobachten, dass ein Tier sich aktiv auf Nahrungssuche in einer der Handtaschen macht. Zusätzlich gibt es in Nara viel Kultur zu erleben. Dazu gehört zum Beispiel die bekannte Asura Statue und der Todai-ji Temple, welcher durch Japans größte Buddha Statue bekannt ist. Der 08.10.2018 ist in Japan der „Health and Sports Day“ und somit ein Feiertag, weshalb Nara ziemlich überlaufen war.

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Am nächsten Morgen traf ich Herr Okamoto und er zeigte mir wie man mit einer Feder schreiben kann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktionierte es dann doch recht gut. Abends gingen wir zusammen auf einen Sprachtisch, der speziell für eine aus Lüneburg angereiste Delegation organisiert worden war. Das gereichte bayrische Essen und die dazu gesungenen bayrischen Lieder zeigten mir, dass Bayern ausschlaggebend die „deutsche Kultur“ im Ausland prägt. Der Abend wurde außerdem auf hohem Niveau von einem Chor der lokalen High-School musikalisch begleitet.

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Im Laufe der Woche konnte ich Frau Ikawa in Ihrer High-School in Kobe besuchen. Das Ganze wurde zu einer unvergesslichen und sehr lustigen Deutschstunde. Im Anschluss bekam ich von Ihr und Ihrer Tochter eine Stadttour mit Mittagessen im Chinatown. Der erste Eindruck von Kobe war sehr positiv und ich möchte demnächst nochmal einen Tag dort verbringen. Das Abendprogram bestand aus einem „Economic Round Table“ im Swiss Hotel, woran viele interessante Gäste teilnahmen. Der organisierte Redner sprach über das Thema Corporate Social Responsibility und dessen Trend. In der anschließenden Diskussion wurden die perspektivischen Unterschiede zwischen politischem Engagement und unternehmerischer Realität thematisiert.

Im Rahmen des Stipendiums besuche ich inzwischen zweimal wöchentlich die Sprachschule in Suita. Der Unterricht findet ausschließlich auf Japanisch statt und das Tempo ist für einen Einsteigerkurs recht hoch. Besonders schwer fällt es mir Hiragana und Katakana auswendig zu lernen, was mir automatisch die Grundlage für das Lesen nimmt. Jedoch empfinde ich die Sprachschule als interessant und sehr hilfreich, weshalb ich umso mehr Zeit ins Auswendiglernen der Buchstaben investiere.

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Besonders hervorzuheben sind die netten Menschen, mit denen ich durch Herr Okamoto bisher in Kontakt gekommen bin. Regelmäßig begegne ich denselben Leuten, wodurch sich bereits Freundschaften entwickelt haben und gemeinsame Unternehmungen geplant werden. Dadurch kam ich neulich zum Badminton spielen in der nahegelegenen staatlichen Sporthalle. Weitere Ausflüge, sportliche Aktivitäten und abendliche Treffen sind bereits organisiert. Dazu gehört auch der regelmäßig stattfindende deutsche Wein Abend, an dem ein leckeres vier Gänge Menü, mit den dazu passenden Weinen aus der Pfalz, serviert wurde. Das gewählte Restaurant bietet zusätzlich einen großartigen Blick auf das markante, rote Riesenrad in Osakas Stadtkern. Im Anschluss ging es in einer kleinen Gruppe noch zur traditionellen „Zweiten Runde“ auf ein Bier in der Nähe.

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Wie jeden Sonntag war ich mit den Studenten der Kyoto Präfektur Universität unterwegs. Diesmal begleitete uns Professor Aoji und wir gingen in den Süden Kyotos, welcher durch seine Vielzahl an Sake Brauereien bekannt ist. Entsprechend durfte das Sake Museum sowie verschiedene Sake Proben nicht fehlen. Zusätzlich machten wir noch eine Bootsfahrt und schauten uns die Umgebung an.

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Die Japanisch Deutsche Gesellschaft gibt regelmäßig ein Magazin heraus, welches Sich „Der Bote von Osaka“ nennt. Für die kommende Ausgabe waren Herr Okamoto und ich für ein Interview mit dem Hotel Manager des Swiss Hotels zuständig. Bei einem Mittagessen im 35 Stock stellten wir interessante Fragen zum Karriereweg des Managers, seine Einschätzung zur Entwicklung des Tourismus in Osaka und Japan, sowie über seine beruflichen und familiären Ziele und Wünsche.

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Die zweite Woche ging mit zwei Tagesausflügen nach Kyoto zu Ende, bei denen ich einige der „Must See“ Orte Kyotos besuchen konnte. Dazu gehört der Bambuswald in Arashiyama, Tenryu-ji Temple, Ryouan-ji Temple und natürlich der goldene Tempel.

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Ein kultureller Unterschied, der mir in den ersten vier Wochen immer wieder sehr positiv aufgefallen ist, ist die präsente Dankbarkeit, welche tief in der japanischen Kultur verankert ist. In nahezu jeder Lebenssituation wird Dankbarkeit durch Worte und Gesten zum Ausdruck gebracht. Beim Essen wird sowohl vor als auch danach für das Gericht gedankt und Getränke werden sich grundsätzlich nicht selbst eingeschenkt, was zusätzlich für eine hohe Aufmerksamkeit am Tisch sorgt. Sobald man nachgeschenkt bekommt wird das Glas mit beiden Händen gereicht, eine Geste der Dankbarkeit. Ähnlich ist es beim Überreichen von Visitenkarten. Diese Verhaltensweisen führen zu einer Gesellschaft mit ausgeprägtem gegenseitigen Respekt und Wertschätzung.

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☆☆☆Erster Bericht von Christoph Jetter, sechszehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung☆☆☆

Im Rahmen der Grünwald Stiftung von Herr Okamoto und der Kooperation mit dem Rotary Club Grünwald bekomme ich als 16ter Stipendiat die einzigartige Möglichkeit die umfangreichen Facetten Japans kennen zu lernen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die diese besondere Erfahrung durch viel Engagement, Planung und Vertrauen für mich möglich gemacht haben.

Seit dem 23. September 2018 genieße ich ein umfangreiches Programm um die japanische Kultur kennen und verstehen zu lernen. Dies geschieht durch einen regelmäßigen Sprachkurs, Ausflüge in die Region, individuelle Unterrichtseinheiten von Herr Okamoto und dem intensiven Kontakt zu Einheimischen durch Stammtische, organisierte Treffen und Kooperationen.

Den ersten authentischen Eindruck der japanischen Kultur bekam ich beim Umsteigen in Tokio Haneda, einem der weltgrößten Flughäfen. Der Flughafen ist geprägt durch Ruhe, keinerlei Hektik, effizienten Abläufen, automatisierten Prozessen und hervorragendem Kundenservice.

Eine Stunde später wurde ich herzlich von Herr Okamoto in Osaka in Empfang genommen.

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Nachdem ich das zur Verfügung gestellte Apartment bezogen habe, ging es noch am selben Abend zu einem „Welcome Dinner“ bei welchen ich verschiedene, hervorragende, kleine Gerichte, wie das traditionelle Okonomiyaki, probieren konnte. Für mich als Fleischliebhaber hat das japanische Fleisch bereits am ersten Tag eine neue „Benchmark“ gesetzt.

Neben einigen organisatorischen Angelegenheiten, wie die Anmeldung bei der Sprachschule, war die erste Woche primär zur Orientierung in der Umgebung und dem kennenlerne von Leuten vorgesehen. Dazu gehörte ein Treffen mit dem Bürgermeister von Suita, Goto Keiji, sowie ein Termin mit dem Deutschen Generalkonsul Herr Dr. Köhler. Die jeweils sehr ausführlichen Gespräche über politische, wirtschaftliche und vor allem zukunftsrelevante Themen waren sehr interessant und zeigten auch die ausgeprägten Beziehungen zwischen Japan und Deutschland.

Termine wie diese zeigten mir früh, dass die von Herr Okamoto gegründete Grünwaldstiftung ein sehr hohes Ansehen in Osaka und der Umgebung genießt. Durch das inzwischen achtjährige bestehen hat sich die Stiftung zu einer Marke entwickelt, geprägt durch das Engagement von Herr Okamoto. Die über die Zeit erworbenen Erfahrungen spiegeln sich auch in meinem Aufenthalt wieder, da ich von Kooperationen, regelmäßigen Stammtischen und einem ausgeprägten Netzwerk an Freunden profitiere.

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In der ersten Woche hatte ich auch die Möglichkeit, Herr Okamoto zu dem 15-jährigen Geburtstag des Swiss Hotels in Osaka zu begleiten, sowie Osaka und Kyoto auf eigene Faust zu erkunden. Obwohl Osaka sowie auch Kyoto riesige Städte sind, fällt es aufgrund des effizienten und der übersichtlichen Struktur der öffentlichen Verkehrsmittel nicht schwer sich zurecht zu finden. Die Städte sind sehr unterschiedlich. Während Osaka, nach Tokio, der Motor der japanischen Wirtschaft ist, und von hohen Gebäuden und Leuten im Anzug geprägt ist, so ist Kyoto aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds als ehemalige Hauptstadt von Kultur und Sehenswürdigkeiten geprägt.

Am Ende der ersten Woche findet traditionell eine Welcome Party statt. Dabei konnte ich ein herausragendes, japanisches 12 Gänge Menü genießen und spannende Gespräche mit Freunden von Herr Okamoto führen.

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Eine der vorher erwähnten Kooperationen besteht mit der Kyoto Präfektur Universität, welche ich jeweils Montag besuche um an einem akademischen Sprachtisch teil zu nehmen sowie sonntags, wo ich mit denselben Studenten einen Ausflug in Kyoto oder der Umgebung unternehme. Der erste Ausflug ging auf das traditionelle Otsu Fest in der Nähe von Kyoto. Die Studenten sind sehr motiviert und interessiert und haben unterschiedliche Hintergründe warum sie Deutsch lernen möchten.

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Ein weiteres Highlight der zweiten Woche in Japan war für mich die Besichtigung der Yamazaki Whiskey Destillerie, der ältesten und hochwertigsten Whiskey Produktion Japans.  Diese Tour spiegelte den kulturell bedingten hohen Anspruch an Service, Effizienz und Sauberkeit wieder. Grundsätzlich habe ich in den ersten Tagen festgestellt, dass die japanische Kultur viele Aspekte beinhaltet, die wir in Europa nicht kennen. Trotzdem teilen wir einige Werte und kulturelle Eigenschaften, was auch die funktionierende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit bestätigt.

Besonders gut gefällt mir bisher das abwechslungsreiche Abendprogramm, welches durch Einladungen zu Events, traditionellem Abendessen und Stammtischen geprägt ist. Dadurch komme ich schnell in Kontakt mit Einheimischen und kann dadurch die japanische Kultur direkt kennenlernen. Die bisher noch recht große Sprachbarriere wird überwunden, da viele Japaner mit Deutschkenntnissen dieselben Veranstaltungen besuchen. Grundsätzlich ist mein Anspruch, meine Japanisch Kenntnisse in den kommenden Wochen soweit zu verbessern, dass ich nicht mehr nur auf Deutsch angewiesen bin.

Ich bin gespannt auf die kommenden Wochen um weitere spannende Erfahrungen zu machen und mich mit der Kultur, der Sprache, der Geschichte und den Japanern auseinander zu setzen. Die ersten Eindrücke waren durchweg positiv und spannend. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Herr Okamoto und seiner Frau bedanken, die viel Zeit und Energie aufwenden um mich während des Aufenthalts zu begleiten.

☆☆ Fünfter Bericht von Luca Spring, fünfzehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung ☆☆

Nach vielen weiteren Abenteuern mit dem Shinkansen, neuen herzlichen Kontakten und Freundschaften und zahlreichen kulinarischen Sternstunden muss ich etwas überrascht feststellen, dass sich die drei Monate in Japan bereits dem Ende neigen und ich mein lieb gewonnenes Zuhause in Osaka leider bald verlassen muss.

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In den vergangenen Wochen durfte ich nochmals quer durch Japan reisen und das Land aus weiteren unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken. Angefangen vom Südwesten an Orten wie Hiroshima, Itsukishima, Matsuyama, Takamatsu, Kurashiki, Koyasan, Ise, Kyoto, bis hin zu östlichen Gebieten wie Tokyo, Kamakura, Nikko und Hakone – ich erlebte eine Vielfalt an historischen und geschichtsträchtigen Orten, religiösen Klöstern und Tempelanlagen, mystisch anmutenden moosig-feuchten Zedernwäldern, vielseitigen Museumsausstellungen und dem lauten grellen Menschentreiben auf den Straßen Tokyos.

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Neben den spannenden Erlebnissen der Reise durfte ich erneut spüren, welch große Gastfreundschaft und Herzlichkeit Japan besitzt. Die vielen Einladungen zu Ausflügen, Abendessen und Barbesuchen waren mir stets eine sehr große Freude und erlaubten mir, während der letzten Monate in Japan ein freundschaftliches und tolles Zuhause gefunden zu haben. Herzlichen Dank!

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Die Verbundenheit und aufrichtige Freundschaft zu Japanern zeigte sich mir nicht zuletzt auch in den Stunden nach dem Erdbeben am 18. Juni. Etwas verschreckt aus dem Schlaf geschüttelt, war ich schnell nicht nur beeindruckt vom professionellen, nüchternen und fast schon routinierten Umgang der Japaner mit der Krisensituation, sondern besonders auch von den vielen hilfsbereiten persönlichen Nachrichten von japanischen Kontakten, die sich nur Sekunden nach dem Erdbeben nach meinem Wohlbefinden erkundeten und mir den genauen Stand der Lage erklärten.

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Ohne Zweifel birgt Japan für Deutsche zahlreiche Kuriositäten und Eigenheiten. Nach drei einzigartigen und vielseitigen Monaten konnte ich inspirierende Einblicke in das japanische Leben, die Geschichte, Sprache und das Land gewinnen und feststellen, dass einige Stereotypen oft überspitzt sind und Japan und Deutschland tatsächlich viele Gemeinsamkeiten haben. Gleichzeitig lernte ich einige Aspekte und Facetten Japans kennen, von denen sich die westliche Welt und Deutschland etwas abschneiden sollten.

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Ich bedanke mich sehr herzlich bei Herr und Frau Okamoto für ihre Gastfreundschaft und ihre bewundernswerte und inspirierende Motivation, ihren vollen Einsatz und ihre Zeit, jungen Menschen wie mir mit dem Grünwald-Stipendium diese Einblicke zu ermöglichen und so das interkulturelle Verständnis und den Austausch zwischen Japan und Deutschland zu intensivieren. Ihre Mission wird mich ganz gewiss mein Leben lang begleiten und leiten.

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☆☆ Vierter Bericht von Luca Spring, fünfzehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung ☆☆

Frischer Fisch, viel Schnee und weite Reisfelder – diese drei Schlagwörter fassen meine neuen Erlebnisse in Japan zusammen. Bisher durfte ich Japan besonders durch seine Ballungsräume und Großstädte erleben: Osaka, Kyoto, Kobe, Tokyo – tatsächlich lebt ein Großteil der japanischen Bevölkerung in den bekannten urbanen Zentren. Das liegt unter anderem an den geographischen Gegebenheiten, denn rund drei Viertel Japans ist schlicht nicht bewohnbar, da diese Gebiete zu bewaldet oder gebirgig sind. Was vielen Besuchern der Metropolen verborgen bleibt, durfte ich in während einer kurzen Reise mit Herrn und Frau Okamoto und Frau Moriyama erstmals erleben. Herzlichen Dank an Herrn und Frau Okamoto für diese einmaligen Eindrücke!

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Entlang der Küste reisten wir durch die Provinz Ishikawa nach Toyama. Schon auf der Anreise durften wir in einem kleinen Fischerdorf ein höchst delikates Fisch-Mittagessen genießen und dabei gleich frische Krebse fürs Abendessen in Toyama mitnehmen. Muscheln, roher Fisch (Sashimi) und diverse Krustentiere – selten habe ich so frische und leckere Meeresfrüchte gegessen. Dabei lernte ich, dass Japaner so viel Fisch essen (40 Kilo pro Person und Jahr), dass der eigene lokale Fischfang gar nicht ausreicht, sondern 10% des weltweiten Fischfangs in Japan verspeist werden. Entgegen meiner Erwartungen wurde das kulinarische Erlebnis am Mittag aber durch das abendliche Krebsessen getoppt.

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Im alten traditionellen Geburtshaus von Frau Okamoto durfte ich nicht nur die Kunst des Krebsessens lernen, sondern auch die friedliche, harmonische und besondere Atmosphäre eines traditionellen japanischen Wohnhauses erleben. Unbehandeltes Holz und mit transparentem Papier bespannte leichte Schiebtüren mit filigranen Holzrahmen ergeben ein eine schlichte und klare Architektur und ein für mich beeindruckendes Raumgefühl. Auch unter praktischen Gesichtspunkten finde ich die beweglichen Wände und Raumteiler inspirierend.

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Von der Küstenregion ging es bald hinauf auf knapp 3000 Meter nach Tateyama Kurobe, wo ich das verschneite und alpine Japan erleben konnte. Durch Kastanienwälder bis in die baumlosen kargen Hochlagen schlängelt sich eine Straße durch meterhohe Schneewände hindurch und eröffnet beeindruckende Blicke in die Ferne. Dazu wanderte ich während der Reise zu beeindruckenden Wasserfälle und konnte schöne ländliche Gebiete Japans kennenlernen, mit seinen Wäldern, Reisfeldern und Gebirgslandschaften. Inmitten der Gifu Präfektur durfte ich das Bergdorf Shirakawa besuchen, wo so genannte Minka Bauernhäuser mit traditionellen Reetdächern mir eine gänzlich neue Seite Japans eröffneten. Nicht zuletzt bereisten wir auch noch Inuyama nahe Nagoya in der Aichi Präfektur und durften das historische Schloss besichtigen.

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Während dieser Tage habe ich Japan, ganz fernab der großen Metropolen, ein weiteres Stück näher kennen lernen dürfen. Jeden Japantouristen kann ich es ans Herzen legen, auch diese etwas untypischen und ländlicheren Gegenden zu besuchen.

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☆☆ Dritter Bericht von Luca Spring, fünfzehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung ☆☆

„Karoshi“ (過労死) bedeutet „sich zu Tode arbeiten“ und ist ein Ausdruck, den es wohl nur im Japanischen gibt. Nachdem ich schon in Europa von diesem Begriff gehört hatte, kam ich also mit einer leicht voreingenommenen Haltung nach Japan. Wie gestaltet sich der japanische Arbeitsalltag, welchen Stellenwert hat ein Arbeitgeber und was ist an den Stereotypen dran? Diese Fragestellungen durfte ich in den vergangenen Wochen vertiefen.

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Denn ich hatte die große Ehre, eine knappe Woche lang Arbeitsluft zu schnuppern bei Yanmar, einem japanischen international tätigen Maschinenbauunternehmen. Zu den Kernprodukten gehören Motoren für Boote und Schiffe sowie Baumaschinen und Traktoren. Mein besonderer Dank gilt der Firma Yanmar, Herr Yamaguchi, Herr Yukino, Herr Matsumoto und Frau Kano für die beeindruckenden Tage im Unternehmen, die tolle Organisation und die Zeit und Muße, meine Fragen zu beantworten und mir so die japanische Arbeitskultur ein weiteres Stück näher zu bringen. Herzlichen Dank!

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Während meines Aufenthalts bei Yanmar durfte ich nicht nur die organisationale Struktur des Firmengruppe, ihre Kerngeschäfte, Firmengeschichte und Kultur kennenlernen, sondern auch erfahren, welchen Veränderungen und Herausforderungen japanische Konzerne heute gegenüberstehen. Wechselnde Arbeitsanforderungen, Chancengerechtigkeit und Vielfalt am Arbeitsplatz, eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie – all diese Thematiken kommen mir aus Deutschland bekannt vor.

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Neben klassischen Fragstellungen aus dem Personalmanagement erhielt ich zudem spannende Einblicke in Bereiche des Brand Management und des Produktionsressorts. Hier durfte ich gleich mehrere Entwicklungs- und Fertigungsstätten des Unternehmens besuchen und hatte das Privileg, durch die Fabrikanlagen in Nagahama, Kurashiki, Okayama und Kurume geführt zu werden.

Besonders beeindruckt haben mich die herzlichen und offenen Mitarbeiter, die faszinierende, arbeitnehmerorientierte und nachhaltige Architektur des Yanmar-Headquarters in Osaka und die stark automatisierten, sauberen und äußerst fortschrittlichen Fertigungsbetriebe. Besonders in den Fabriken hatte ich die einmalige Möglichkeit, in die Philosophie des japanischen Operations Managements einzutauchen und Konzepte wie Kaizen hautnah erleben zu dürfen.

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Die Zeit bei Yanmar ließ mich auch einige meiner Vorurteile gegenüber der japanischen Arbeitsmentalität teils ablegen beziehungsweise anpassen. So scheint es mir, dass lange Überstunden und das Vernachlässigen der Gesundheit für die Arbeit keineswegs mehr die Regel in Japan sind, sondern ein gesteigertes Verlangen nach Vereinbarkeit zwischen Arbeit und Familie und einer stärkeren Trennung zwischen Arbeit und Privatem erfolgt. Sicherlich gibt es einige Fälle, in denen auch heute noch bis zum Umfallen arbeiten. Ein Blick auf die Statistik jedoch zeigt, dass nur knapp jeder Fünfte Japaner heute mehr als 49 Stunden die Woche arbeitet, inklusive Pausen. Daher ist der Ausdruck heute „Karoshi“ eher nicht repräsentativ.

Bestätigt hat sich für mich die Annahme, dass japanische Angestellte ein gesteigertes Loyalitätsempfinden gegenüber ihrem Arbeitgeber haben. Dies spiegelt sich in zahlreichen Aspekten des Alltags wider. Zum einen arbeiten Japaner im Schnitt deutlich länger im gleichen Unternehmen, oft sogar ihr gesamtes Leben lang. Auch wenn sich diese Tradition im Wandel befindet, scheint mir der sichere lebenslange Arbeitsplatz doch die Norm zu sein. Das gesteigerte Kommittent und das enge Verhältnis gegenüber dem Arbeitsgeber lässt sich auch in den regelmäßigen abendlichen Verabredungen mit den Kolleginnen und Kollegen erkennen. Beeindruckend fand ich zudem, dass Mitarbeiter stets um ein positives Erscheinungsbild ihres Unternehmens im Kopf haben. Sind sie durch Uniform oder umhängendes Namensschild als Mitarbeiter gekennzeichnet, vermeidet man es beispielsweise in der Öffentlichkeit über eine rote Ampel zu gehen.

Für die spannenden Einblicke und Erfahrungen: どうもありがとうございました!

☆☆ Zweiter Bericht von Luca Spring, fünfzehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung ☆☆

Viele Zugreisen, beeindruckende Tempelanlagen und Menschenströme in der Großstadt – so lassen sich meine letzten zwei Wochen in Japan auf die Kürze zusammenfassen. Nachdem ich mich erfolgreich in Osaka eingelebt hatte, durfte ich nun weitere Teile Japans bereisen und kennenlernen. So konnte mich ausnahmsweise verfrüht meine Familie besuchen und wir hatten das Vergnügen, gemeinsam Tokyo, Kyoto, Nara, Himeji zu erkunden. Mein herzlicher Dank gilt Herrn Okamoto für die tolle gemeinsame Planung der Reisen und die Gastfreundschaft!

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Während der vergangenen Wochen fielen mir insbesondere folgende zwei japanische Besonderheiten auf: (1) Der pünktliche und perfekt organisierte Bahnverkehr und (2) das hohe Maß an Sauberkeit in den Straßen. Meine Eindrücke der letzten Wochen möchte ich in diesem Bericht gerne anhand dieser zwei Themen erläutern.

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Organisation des Bahnverkehrs

Japan ist ein Land der Pünktlichkeit. Mit diesem Vorurteil kam ich nach Japan – und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, meine Reisen durchs Land mit dem Shinkanzen liefen so einfach, reibungslos und pünktlich ab wie ich es noch in keinem anderen Land erlebt habe. Ungläubig durfte ich jedes Mal aufs Neue erleben, wie die höflichen Zugfahrer mit weißen Handschuhen die Züge in die Bahnhöfe steuerten, exakt auf vorgesehener Höhe stehen blieben um anschließend auf die Sekunde genau weiterzufahren.

Meine Suche nach den Gründen dieser Perfektion ergab folgende zwei Vermutungen: (1) Japanische Bahnangestellte nehmen ihren Job deutlich ernster als in Deutschland und möchten unabhängig ihres Rangs vollen Einsatz leisten. (2) Dazu kommt ein gesteigertes Pünktlichkeitsempfinden, welches im Gegensatz zu Deutschland keine „akademische viertel Stunde“ duldet. Der Vollständigkeit und Ehrlichkeit zuliebe muss hier jedoch – zur Verteidigung der „Deutschen Bahn“ – auf die infrastrukturellen Unterschiede zwischen den Streckennetzen Deutschlands und Japans aufmerksam gemacht werden. Anders als bei deutschen ICEs, haben die Shinkanzen Schnellzüge ein eigenes Schienennetzwerk, welches häufig auf erhöhten Viadukten gebaut ist und dadurch äußerst selten Störungen ausgesetzt ist. Abgesehen von den schnellen Skinkanzen-Zügen, ist auch der Nahverkehr ein Wunder der Organisation. Um den Massen an Reisenden gerecht zu werden, gibt es in manchen Bahnhöfen Angestellte, die während Stoßzeiten die andrängenden Reisenden in die Züge drücken, eine japanisch pragmatische Lösung. Ein weiterer Unterschied zum deutschen Nahverkehr sind so genannte „Frauen-Waggons“, die Frauen bei unangenehmer Enge in Zügen vor möglichen Belästigungen als Schutz zur Verfügung stehen.

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☆☆ Erster Bericht von Luca Spring, fünfzehnter Stipendiat der Grünwald Stiftung ☆☆

歓迎会 総領事館吹田市長

Nach 12 Stunden Flugzeit ist es soweit und unser Flugzeug nähert sich endlich dem beeindruckenden Osaka Kansai Flughafen, der 2007 auf einer künstlichen Insel fünf Kilometer vor Osakas Küste fertiggestellt wurde und mich gleich zu Beginn meines Japanaufenthalts zum Staunen bringt: Neben dem imposanten schwungvollen Terminalgebäude (von Renzo Piano) fällt mir schnell auf, wie ausgefeilt und effizient die Kundenabfertigungsprozesse gestaltet sind. Durch den Einsatz von Automaten ist die Durchlaufzeit bei Einreise- und Passkontrolle stark automatisiert und beschleunigt. Zur Freude der Passagiere – denn schon bald werde ich sehr herzlich durch Herr Okamoto in Empfang genommen. Seither darf ich als 15. Stipendiat der Grünwald-Stiftung Teil eines einzigartigen deutsch-japanischen Kulturaustauschs sein und vom 1. April bis 28. Juni 2018 die japanische Kultur, Sprache und Geschichte kennenlernen.

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Während der ersten Wochen wurde ich durch Herrn Okamoto neben ersten Grundlagen in japanischen Gepflogenheiten auch in zahlreiche japanische Gesellschaften und Vereine eingeführt, durfte sowohl Osaka als auch die bezaubernden Zengärten Kyotos erkunden, die prächtig blühenden Kirschbäume bewundern, neben eigenem Japanischunterricht auch Englischunterricht in einer Kinderbetreuung geben und hatte nicht zuletzt die Ehre, dem Bürgermeister von Suita Herrn Keiji Goto und dem deutschen Generalkonsul Herrn Dr. Köhler zu begegnen und eine Vielzahl an Japanern kennenzulernen.

Dieser Austausch erlaubte mir Einblicke in einige deutsch-japanische Gemeinsamkeiten, insbesondere den demografischen Wandel. Wie in Deutschland, steuert Japan aufgrund der sinkenden Geburtenraten (von zuletzt 1,3 Kindern pro Familie) immer weiter auf eine Seniorengesellschaft zu. Inwieweit Maßnahmen wie das Fördern von Berufstätigkeit von Frauen oder das Ersetzen von Arbeitskräften durch Roboter effektive Lösungen darstellen, steht derzeit in den Sternen. Neben der Überalterung der Gesellschaft gibt es weitere Fragestellungen, die in ähnlicher Form das politische Parkett Deutschlands beschäftigen und mir aus Europa bekannt vorkommen. So diskutierte ich mit Japanern Thematiken wie die hohe Staatsverschuldung (welche in Japan derzeit doppelt so hoch ist wie das BIP), alternative Antriebstechnologien in der Automobilindustrie (Konventionelle vs. elektrische vs. Wasserstoffverbrennungsmotoren), die zunehmende Urbanisierung und Landflucht, die Energieversorgung durch Atomkraft oder aber die Stellung der Frau in der Gesellschaft und Wirtschaft. Überrascht war ich zu erfahren, dass das das japanische Rechtssystem das Deutsche historisch in großen Teilen übernommen hat, was zu zahlreichen juristischen Gemeinsamkeiten heute führt.

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Trotz aller Gemeinsamkeiten begegnete ich gleichzeitig einer Reihe an Unterschieden und teils auch Kuriositäten. Zu meinen persönlichen Highlights der letzten Wochen zählt sicherlich das hervorragende japanische Essen, welches stets frisch, meist fettarm, gesund und äußerst schmackhaft ist. Sushi, Sashimi, Okonomiyaki, heiße Rahmen-Suppen oder aber das beeindruckenden 12-Gänge Menü während meiner Willkommensveranstaltung ließen mein Herz höherschlagen und ermutigten mich, den eigenen Supermarkteinkauf zukünftig in ein experimentierfreudiges Erlebnis zu verwandeln. Zu den Kuriositäten Japans zählt für mich das kunstvoll und einzeln eingepackte Obst (auch Erdbeeren sind einzeln verpackt), und die mit einer perfekten Form verbundenen hohen Preise, die eine Melone umgerechnet auch mal mehr als €100 kosten lassen. Abgesehen von kulinarischen Unterschieden empfinde ich auch hinsichtlich der Mentalität ein im Vergleich zu Deutschland beeindruckend hohes Maß an Herzlichkeit, Gastfreundschaft, Höflichkeit und Aufgeschlossenheit. An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei Herrn Okamoto bedanken für die große Gastfreundschaft und seine persönliche Betreuung und Zeit, durch die mir ein rasches Einleben ermöglicht wurde und neue Fenster zur japanischen Kultur geöffnet wurden. Auch Frau Moriyama möchte ich danken für ihre Zeit und ihre fröhliche Unterstützung im Alltag.

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Mit großer Vorfreude und Neugier blicke ich auf die kommenden Monate in Japan und erhoffe mir weitere inspirierende Erlebnisse.
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